Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für eine Fahrradwerkstatt und Verkaufsstelle nach deutschem Recht

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) – Ladengeschäft & Werkstatt

Betreiber / Vertragspartner: Der jeweilige Standort wird von einem rechtlich selbständigen Franchise-Partner betrieben. Vertragspartner des Kunden ist ausschließlich der auf dem Auftragsbeleg, der Rechnung bzw. dem Kassenbon mit vollständiger Firmierung und Anschrift ausgewiesene Betreiber des Standorts (nachfolgend „We Like Bikes" bzw. „wir"). Die dort genannten Kontaktdaten gelten für das jeweilige Vertragsverhältnis.

Stand: 30. Oktober 2026 · Version WLB-2026-10-30


1. Geltungsbereich

(1) Diese AGB gelten für alle Verkäufe und Dienstleistungen, die in den Filialen von We Like Bikes erbracht werden, einschließlich des Verkaufs von Fahrrädern, E-Bikes, Zubehör und Ersatzteilen sowie der Durchführung von Reparaturen, Wartungen und Inspektionen in der Werkstatt.

(2) Die AGB gelten gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB) und Unternehmern (§ 14 BGB).

2. Selbständige Standortbetreiber und Vertragspartner

(1) Die We-Like-Bikes-Standorte werden von rechtlich selbständigen Unternehmen betrieben. Jeder Betreiber handelt im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Die gemeinsame Marke begründet keine gemeinsame Vertragspartei, Bürgschaft oder gesamtschuldnerische Einstandspflicht der übrigen Betreiber.

(2) Vertragspartner ist ausschließlich der vor Vertragsschluss mit vollständiger Firmierung, Anschrift und Kontaktdaten im Angebot, in der Buchung oder im Auftragsbeleg bezeichnete Standortbetreiber. Der Betreiber wird außerdem im Standort durch Aushang kenntlich gemacht.

(3) Andere Standortbetreiber und die Markenzentrale werden nicht allein durch die gemeinsame Marke Vertragspartner. Eine Übernahme fremder Verpflichtungen bedarf einer entsprechenden Vereinbarung. Zwingende gesetzliche Haftung und eine Haftung für eigene Pflichtverletzungen bleiben unberührt.

(4) Gesetzliche Mängelansprüche richten sich gegen den jeweiligen Verkäufer bzw. Werkunternehmer. Die Bearbeitung wird mit diesem abgestimmt. Andere selbständige Betreiber bearbeiten fremde Aufträge nur aufgrund einer entsprechenden Beauftragung oder eines gesonderten Vertrags. Gesetzliche Rechte des Kunden, insbesondere hinsichtlich Kosten und Zumutbarkeit der Nacherfüllung, bleiben unberührt.

3. Vertragsschluss und Annahmedokumentation

(1) Der Vertragsinhalt ergibt sich aus der individuellen Vereinbarung und dem bestätigten Auftragsumfang. Diese AGB werden vor Vertragsschluss zugänglich gemacht und bei vereinbarter Geltung Bestandteil des Vertrags. Individuelle Abreden haben Vorrang.

(2) Bei Annahme werden insbesondere Standortbetreiber, Kontaktdaten, Fahrradidentifikation, übergebenes Zubehör, erkennbare Vorschäden und der gewünschte Leistungsumfang dokumentiert. Der Kunde teilt uns mit, wenn das Fahrrad einem Dritten gehört, insbesondere einem Leasinggeber, und legt erforderliche Vollmachten vor.

(3) Ein Diagnoseauftrag ist keine Freigabe sämtlicher Reparaturen. Ein Reparaturauftrag umfasst nur die vereinbarten Arbeiten. Schweigen auf ein Angebot oder eine Rückfrage gilt nicht als Zustimmung.

4. Preise und Zahlung

(1) Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Die Zahlung erfolgt bar, per EC-Karte (girocard) oder Kreditkarte; Kauf auf Rechnung nur nach vorheriger Vereinbarung. Rechnungen sind, sofern nicht anders vereinbart, sofort ohne Abzug zahlbar.

(3) Bei Zahlungsverzug berechnen wir Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz gegenüber Verbrauchern (§ 288 Abs. 1 BGB) bzw. 9 Prozentpunkten gegenüber Unternehmern (§ 288 Abs. 2 BGB). Die Geltendmachung eines nachweislich höheren Verzugsschadens bleibt vorbehalten.

5. Eigentumsvorbehalt

Von uns verkaufte Ware bleibt bis zur vollständigen Zahlung des hierfür geschuldeten Kaufpreises unser Eigentum. Diese Regelung begründet kein Eigentum an einem zur Reparatur übergebenen Kundenfahrrad.

6. Werkstattleistungen und Auftragserweiterung

(1) Wir führen die vereinbarten Arbeiten fachgerecht durch. Umfang und Grenzen einer Diagnose werden bei Beauftragung festgehalten. Eine Prüfung sämtlicher Bauteile oder eine vollständige Sicherheitsinspektion ist nur geschuldet, wenn sie vereinbart wurde; gesetzliche Hinweis- und Sorgfaltspflichten bleiben unberührt.

(2) Zusätzliche Arbeiten, Teile, kostenpflichtige Softwareleistungen und Überschreitungen eines vereinbarten Kostenlimits werden vor Ausführung mit dem Kunden abgestimmt. Die Zustimmung und der vereinbarte Preis werden dokumentiert. Bei telefonischer Zustimmung erhält der Kunde eine Bestätigung in Textform.

(3) Vereinbarte Festpreise sind verbindlich. Bei unverbindlichen Kostenschätzungen informieren wir unverzüglich über absehbare wesentliche Überschreitungen; gesetzliche Rechte bleiben unberührt. Es besteht keine pauschale Befugnis, den Auftrag ohne Zustimmung um 15 Prozent zu erweitern.

(4) Liefer- und Fertigstellungstermine werden als verbindlich oder voraussichtlich gekennzeichnet. Über erkennbare Verzögerungen und fehlende Ersatzteile informieren wir. Ersatzlösungen oder Umbauten bedürfen einer gesonderten Vereinbarung. Gesetzliche Rechte bei Verzögerung oder Unmöglichkeit bleiben unberührt.

(5) Erforderliche Funktions- und Probefahrten im Rahmen des Auftrags dürfen fachgerecht durchgeführt werden. Bei Übergabe informieren wir über ausgeführte Arbeiten, offene Beträge sowie erkannte, nicht behobene sicherheitsrelevante Mängel. Eine Empfangsbestätigung ist kein Verzicht auf Mängelrechte.

7. Kostenvoranschlag und Diagnose

Für Diagnose/Fehlersuche bzw. Kostenvoranschlag berechnen wir 90 EUR einschließlich Umsatzsteuer nur, wenn Umfang und Vergütung vor Annahme ausdrücklich vereinbart wurden. Die Zahlung erfolgt nach der vorherigen Vereinbarung. Wird der anschließende Reparaturauftrag erteilt, wird diese Pauschale vollständig auf dessen Reparaturpreis angerechnet. Wird die Reparatur nicht beauftragt, bleibt die Vergütung für die vereinbarte und erbrachte Diagnose geschuldet.

Für eine von uns gesetzlich geschuldete Nacherfüllung werden keine Diagnose- oder Bearbeitungsgebühren erhoben. Bei Herstellergarantien gelten die Garantiebedingungen und gegebenenfalls eine vorab ausdrücklich vereinbarte Dienstleistung. Eine Ablehnung durch den Hersteller begründet allein keine nachträgliche Zahlungspflicht des Kunden.

8. Werkstatttermine

Vereinbarte Werkstatttermine sind verbindlich. Wir bitten Kunden, Termine, die nicht wahrgenommen werden können, rechtzeitig (möglichst mindestens 24 Stunden vorher) abzusagen, damit der Termin anderweitig vergeben werden kann.

9. Abholung, Aufbewahrung, Forderungssicherung und nicht abgeholte Fahrräder

(1) Wir benachrichtigen den Kunden nachweisbar, sobald das Fahrrad zur Rückgabe bereitsteht, und nennen Abholort, Öffnungszeiten und gegebenenfalls fällige Forderungen. Dies gilt auch nach abgeschlossener Diagnose, Ablehnung eines Reparaturangebots, vereinbarter Beendigung des Auftrags oder festgestellter Unmöglichkeit der Reparatur.

(2) Der Kunde wird gebeten, das Fahrrad innerhalb von 14 Kalendertagen nach Zugang dieser Benachrichtigung abzuholen. Ob und wann Annahmeverzug eintritt, richtet sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen. Allein die Absendung einer Nachricht beweist deren Zugang nicht.

(3) Bei Annahmeverzug können wir notwendige zusätzliche Aufwendungen für Aufbewahrung und Erhaltung nach § 304 BGB verlangen. Eine Lagerpauschale von 3 EUR einschließlich Umsatzsteuer pro angefangenem Kalendertag ab dem 15. Tag nach Zugang der Benachrichtigung gilt nur, soweit sie vor Vertragsschluss ausdrücklich vereinbart wurde, die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen und sie den typischerweise erforderlichen Mehraufwand nicht übersteigt. Dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis gestattet, dass kein oder ein wesentlich geringerer Aufwand entstanden ist. Eine doppelte Berechnung derselben Kosten erfolgt nicht.

(4) Soweit nach den gesetzlichen Voraussetzungen ein Unternehmerpfandrecht (§ 647 BGB) oder ein Zurückbehaltungsrecht besteht, können wir dieses im zulässigen Umfang ausüben. Ein Pfandrecht an jedem angenommenen Fahrrad oder wegen beliebiger anderer Forderungen wird nicht vorausgesetzt. Bei Fremdeigentum, insbesondere Leasing, sind die Rechte des Eigentümers gesondert zu beachten.

(5) Bei fortdauernder Nichtabholung prüfen wir nach erneuter Aufforderung die gesetzlich zulässigen Schritte. Eine Pfandverwertung setzt ein wirksames Pfandrecht, Verkaufsberechtigung und das gesetzliche Verfahren voraus. Die Verkaufsandrohung gegenüber dem Eigentümer bezeichnet die Forderung; die gesetzliche Monatsfrist und die weiteren Anforderungen der §§ 1233 ff. BGB sind einzuhalten. Andere gesetzliche Verfahren, insbesondere nach §§ 383 ff. BGB, bleiben bei Vorliegen ihrer Voraussetzungen möglich. Erlöse werden nach den für das jeweilige Verfahren geltenden Vorschriften abgerechnet bzw. hinterlegt.

(6) Nichtabholung, Schweigen, Ablehnung einer Reparatur oder Ablauf einer Frist bedeuten weder Eigentumsaufgabe noch Zustimmung zu Verkauf, Spende oder Entsorgung. Eine Entsorgung erfolgt nur aufgrund einer gesonderten ausdrücklichen Beauftragung des verfügungsberechtigten Eigentümers oder einer anderweitig im Einzelfall bestehenden gesetzlichen Befugnis. Wirtschaftlicher Totalschaden oder fehlende Verkehrssicherheit allein genügen nicht.

(7) Das Fahrrad wird weiterhin angemessen gegen vermeidbare Beschädigung und Verlust gesichert. Eine erforderliche Verlagerung in ein geeignetes externes Lager wird dem Kunden mitgeteilt; Kosten werden nur im gesetzlich oder wirksam vertraglich zulässigen Umfang verlangt. Eine ungeschützte Ablagerung im Freien wird durch diese AGB nicht erlaubt. Die Haftung während eines Annahmeverzugs richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften, insbesondere § 300 BGB.

(8) Änderungen dieser AGB begründen keine rückwirkenden Lagergebühren oder Entsorgungsbefugnisse für Altaufträge.

10. Gesetzliche Mängelrechte beim Kauf und gebrauchte B-Ware

(1) Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte. Bei neuen Waren beträgt die gesetzliche Verjährungsfrist für Sachmängel regelmäßig zwei Jahre ab Ablieferung.

(2) Bei tatsächlich gebrauchten Waren, einschließlich entsprechend eingestufter gebrauchter B-Ware oder Vorführräder, wird die Frist gegenüber Verbrauchern nur dann auf ein Jahr verkürzt, wenn der Kunde vor Vertragsschluss eigens darüber informiert wurde und die Verkürzung ausdrücklich und gesondert vereinbart wurde (§ 476 Abs. 2 BGB). Die Bezeichnung „B-Ware“ allein macht Neuware nicht zu Gebrauchtware. Ohne wirksame gesonderte Vereinbarung gilt die gesetzliche Frist.

(3) Bekannte Gebrauchsspuren, Laufleistung und Abweichungen werden konkret beschrieben. Soweit eine Abweichung von objektiven Anforderungen vereinbart werden soll, gelten gegenüber Verbrauchern die besonderen Informations- und Vereinbarungserfordernisse des § 476 Abs. 1 BGB; ein pauschaler AGB-Hinweis ersetzt diese nicht.

(4) Normaler nutzungsbedingter Verschleiß, etwa an Bremsbelägen, Reifen und Ketten, ist kein Sachmangel. Gesetzliche Rechte wegen tatsächlich vorhandener Material-, Herstellungs- oder Montagefehler bleiben auch bei Verschleißteilen bestehen. Eingriffe Dritter schließen Ansprüche nicht pauschal aus; maßgeblich ist insbesondere, ob der beanstandete Schaden dadurch verursacht wurde.

(5) Gesetzliche Nacherfüllungsrechte und die hierfür gesetzlich geschuldete Kostentragung bleiben bestehen. Herstellergarantien sind zusätzliche Leistungen des jeweiligen Garantiegebers nach dessen Bedingungen.

(6) Eine Fristverkürzung gilt nicht für Ansprüche wegen Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, arglistigen Verschweigens, einer übernommenen Garantie oder nach dem Produkthaftungsgesetz. Weitere zwingende gesetzliche Ausnahmen bleiben unberührt.

11. Mängelrechte bei Reparaturen

Es gelten die gesetzlichen Rechte aus §§ 634 ff. BGB. Beanstandungen sollen möglichst konkret und mit Auftragsnummer an den ausführenden Betreiber gerichtet werden. Eine unverzügliche Mitteilung erleichtert die Prüfung; das Unterlassen führt nicht automatisch zum Verlust gesetzlicher Rechte.

Wir erhalten Gelegenheit zur gesetzlich vorgesehenen Nacherfüllung. Ort, Durchführung und erforderliche Transportkosten werden unter Beachtung der gesetzlichen Anforderungen abgestimmt. Rechte auf Selbstvornahme, Minderung, Rücktritt und Schadensersatz bleiben bei Vorliegen ihrer gesetzlichen Voraussetzungen bestehen. Normaler Verschleiß ist kein Ausführungsfehler; eine fehlerhafte Montage oder ein mangelhaftes Ersatzteil kann hingegen einen Mangel darstellen. Eingriffe Dritter oder fehlende Softwareupdates führen nicht automatisch zum Verlust sämtlicher Ansprüche.

12. Diagnose bei Vorschäden, insbesondere VanMoof

Bei bestimmten Modellen können Vorschäden, etwa am Socket oder Kabelbaum, bestehen, die sich erst während einer Diagnose zeigen und weitere Komponenten beeinträchtigen können. Erkennbare besondere Risiken und der Ausgangszustand werden vor risikobehafteten Tests mit dem Kunden besprochen und dokumentiert. Erforderliche zusätzliche Maßnahmen werden abgestimmt.

Der Hinweis auf technische Risiken ist kein Haftungsverzicht und keine Zustimmung zu einer unsachgemäßen Prüfung. Für die fachgerechte Ausführung und eigene Pflichtverletzungen gelten die gesetzlichen Vorschriften und Ziffer 17.

13. Probefahrten

(1) Probefahrten erfolgen nach Absprache und gegen Vorlage eines gültigen Ausweisdokuments.

(2) Der Kunde haftet für von ihm schuldhaft verursachte Schäden am Fahrrad sowie für den Verlust des Fahrrads während der Probefahrt nach den gesetzlichen Bestimmungen.

14. Rückgabe und Umtausch bei Ladenkäufen

(1) Bei Käufen im Ladengeschäft besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht, da der Vertrag vor Ort geschlossen wird. Ein freiwilliges Rückgabe- oder Umtauschrecht wird nicht eingeräumt, sofern nicht im Einzelfall etwas anderes vereinbart wird.

(2) Die gesetzlichen Mängelrechte (Ziffer 10) bleiben hiervon unberührt.

15. Zahlungsverzug und Forderungsdurchsetzung

Fälligkeit und Zahlungsverzug richten sich nach Vereinbarung und Gesetz. Verzugszinsen sowie notwendige, ersatzfähige Mahn- und Rechtsverfolgungskosten können im gesetzlichen Umfang verlangt werden. Die Übergabe an Inkassodienstleister oder Rechtsbeistände erfolgt nur bei entsprechender Rechtsgrundlage. Eine Meldung an Auskunfteien erfolgt nicht allein wegen einer bestimmten Zahl von Mahnungen, sondern ausschließlich bei Vorliegen sämtlicher datenschutzrechtlicher und sonstiger gesetzlicher Voraussetzungen. Gesetzliche Einwendungen und Zurückbehaltungsrechte des Kunden bleiben unberührt.

16. Versicherungen

Für verkaufte Fahrräder bieten wir optional den Abschluss einer Fahrradversicherung über unsere Versicherungspartner an. Es gelten die Bedingungen des jeweiligen Versicherers.

17. Haftung

(1) Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur bei Verletzung vertragswesentlicher Pflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

(2) Diese Beschränkung gilt nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, bei Übernahme einer Garantie sowie für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz.

18. Herstellergarantie, Versicherung, Leasing und zusätzliche Dienstleistungen

(1) Für eine gesondert beauftragte Abwicklung einer Herstellergarantie bei einem Fahrrad, das nicht bei diesem Betreiber gekauft wurde, kann eine vor Auftragserteilung ausdrücklich vereinbarte Pauschale von 90 EUR einschließlich Umsatzsteuer anfallen, soweit die Kosten nicht vom Hersteller übernommen werden. Kostenfreie Ansprüche gegen den tatsächlich verpflichteten Verkäufer bleiben unberührt.

(2) Für die auf Wunsch beauftragte vollständige Kommunikation und Abwicklung eines Versicherungsschadens kann nach vorheriger ausdrücklicher Vereinbarung eine Pauschale von 90 EUR einschließlich Umsatzsteuer berechnet werden. Dieselbe Leistung wird nicht mehrfach berechnet.

(3) Leasing, Versicherung oder ein Wartungsbudget bedeuten nicht automatisch eine Kostenübernahme. Vor kostenpflichtigen Arbeiten werden Auftraggeber, erforderliche Freigaben, gedeckte Leistungen und gegebenenfalls vom Kunden beauftragte Eigenleistungen festgehalten. Eine Ablehnung durch den Kostenträger begründet nicht automatisch eine persönliche Zahlungspflicht des Nutzers für nicht von ihm beauftragte Leistungen.

(4) Ob ausgebaute Teile zurückzugeben, im Austausch abzuliefern oder für einen Garantieprozess aufzubewahren sind, wird vor der Maßnahme geklärt. Ohne entsprechende Grundlage werden Kundenteile nicht eigenmächtig veräußert oder entsorgt.

19. Dokumentations- und Marketingaufnahmen

Technische Aufnahmen dürfen im erforderlichen Umfang zur Auftragsdokumentation, Fehlerdiagnose und Bearbeitung von Ansprüchen auf der jeweils einschlägigen datenschutzrechtlichen Grundlage angefertigt werden.

Diese AGB enthalten keine pauschale Einwilligung in die Veröffentlichung personenbezogener Bilder oder Daten. Für personenbezogene Marketingaufnahmen wird eine gesonderte, freiwillige und widerrufliche Einwilligung eingeholt. Ohne solche Grundlage werden nur tatsächlich nicht personenbezogene Aufnahmen verwendet; insbesondere werden Personen, Namen, Adressen und identifizierende Kennzeichen ausgeschlossen. Einzelheiten regeln die Datenschutzhinweise des jeweiligen Verantwortlichen.

20. Datenschutz

Der jeweilige Standortbetreiber ist für die Verarbeitungen verantwortlich, deren Zwecke und Mittel er bestimmt. Er stellt seine Kontaktdaten und die erforderlichen Datenschutzhinweise vor bzw. bei der Datenerhebung bereit. Die Verwendung gemeinsamer Systeme oder der gemeinsamen Marke begründet weder eine pauschale Freigabe zur Weitergabe von Kundendaten noch eine Befreiung von eigenen Datenschutzpflichten.

21. Streitbeilegung

Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle sind wir nicht verpflichtet und nicht bereit (§ 36 VSBG).

22. Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt dies nur, soweit ihnen dadurch nicht zwingender Schutz ihres Aufenthaltsstaats entzogen wird.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist der Sitz des jeweiligen Vertragspartners Gerichtsstand, soweit gesetzlich zulässig. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

23. Verladung und Transport in Kundenfahrzeugen

Das Einladen, Ausladen und Sichern von Fahrrädern, E-Bikes, Lastenrädern und Zubehör in oder an Fahrzeugen des Kunden gehört nicht zu unseren vertraglichen Leistungen. Unsere Mitarbeitenden übernehmen diese Tätigkeiten nicht.

Der Kunde organisiert den Transport und die hierfür erforderlichen Hilfspersonen selbst. Er ist für die Eignung seines Fahrzeugs und seiner Transportvorrichtungen, die Einhaltung der zulässigen Belastungsgrenzen und die ordnungsgemäße Ladungssicherung verantwortlich. Erforderliche Unterstützung ist vor der Abholung zu organisieren. Die Übergabe erfolgt am mit dem jeweiligen Standort vereinbarten Übergabeort.

Die gesetzliche Haftung des jeweiligen Vertragspartners für von ihm oder seinen Mitarbeitenden verursachte Schäden bleibt unberührt.